Details zur Ausbildung als Mechaniker/ -in für Reifen- und Vulkanisationstechnik

Mechaniker/ -in für Reifen- und Vulkanisationstechnik

1. Ausbildungsdauer
3 Jahre

2. Arbeitsgebiet
Mechaniker/- innen für Reifen- und Vulkanisationstechnik sind in der Planung, Wartung, Prüfung und Instandsetzung von Bauteilen und Baugruppen an Fahrzeugen, insbesondere von Schläuchen, Reifen und Rädern, der Umrüstung von Fahrzeugen auf Sonderräder und -reifen, der Optimierung von Fahrwerken, der Änderung der Fahrzeugoptik, der Erneuerung von Reifen, der Wartung und Instandsetzung von Fördergurten, der Herstellung und Instandsetzung von Gummiauskleidungen sowie von Gummibelägen, tätig.

3. Berufliche Qualifikationen
Mechaniker/- innen für Reifen- und Vulkanisationstechnik führen Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten selbstständig und im Team unter Beachtung des Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und der Qualitätssicherung kundenorientiert durch.

Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik / Mechanikerinnen für Reifen- und Vulkanisationstechnik


  • reparieren Schläuche und Reifen,
  • bedienen Fahrzeuge und deren Systeme,
  • grenzen Schäden und Störungen ein und bestimmen deren Ursachen,
  • bedienen und halten betriebsinterne Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen instand,
  • messen und prüfen an Fahrzeugsystemen,
  • beraten und informieren Kunden,
  • wenden Normen und Richtlinien zur Sicherung der Arbeits- und Produktqualität an und tragen im Betrieb zur ständigen Verbesserung von Arbeitsabläufen bei,
  • planen und steuern Arbeitsabläufe, kontrollieren, bewerten und dokumentieren die Arbeitsergebnisse,
  • stellen Werkstücke und Bauteile mit manuellen und maschinellen Fertigungsverfahren her,
  • setzen rechnergestützte Informations- und Kommunikationssysteme ein.


Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik / Mechanikerinnen für Reifen- und Vulkanisationstechnik in der Fachrichtung Reifen- und Fahrwerktechnik:


  • warten und setzen Fahrwerke, Bremsen, Rad-Reifen-Systeme, Abgas- und Klimaanlagen instand,
  • optimieren die Fahrdynamik,
  • verkaufen fahrzeugspezifische Produkte.
    Mechaniker für Reifen- und Vulkanisationstechnik / Mechanikerinnen für Reifen- und Vulkanisationstechnik in der Fachrichtung Vulkanisationstechnik:
  • erneuern Reifen aller Fahrzeugarten und setzen sie instand,
  • warten und setzen Fördergurte instand,
  • stellen Gummiauskleidungen sowie Gummibeläge her und setzen sie instand.


4. Inhalte der Berufsausbildung
Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse:


  1. Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht,
  2. Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
  3. Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
  4. Umweltschutz,
  5. Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen sowie Kontrollieren und Bewerten von Arbeitsergebnissen,
  6. Qualitätsmanagement,
  7. Messen und Prüfen an Systemen,
  8. Betriebliche und technische Kommunikation,
  9. Kommunikation mit internen und externen Kunden,
  10. Bedienen von Fahrzeugen und Systemen,
  11. Warten, Prüfen und Einstellen von Fahrzeugen und Systemen sowie von Betriebseinrichtungen,
  12. Montieren, Demontieren und Instandsetzen von Bauteilen, Baugruppen und Systemen,
  13. Prüfen und Eingrenzen von Schäden und Störungen sowie deren Ursachen bestimmen,
  14. Manuelles und maschinelles Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen,
  15. Bedienen und Instandhalten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Anlagen,
  16. Reparieren von Schläuchen und Reifenlaufflächen.


In der Fachrichtung Reifen- und Fahrwerktechnik:


  • Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten am Fahrwerk, an Baugruppen und an Systemen,
  • Instandhalten von Reifen und Rädern,
  • Verändern der Fahrdynamik,
  • Verkaufen von Produkten.


In der Fachrichtung Vulkanisationstechnik:


  • Instandsetzen von Reifen und Schläuchen,
  • Erneuern von Reifen,
  • Warten und Instandsetzen von Fördergurten,
  • Herstellen und Instandsetzen von Gummiauskleidungen und -belägen.


5. Fazit
Natürlich ist der Beruf für Mädchen wie Jungen gleichermaßen erlernbar und beherrschbar. Voraussetzung für eine Ausbildung ist mindestens ein Hauptschul-abschluss. Die Vielfalt der Aufgaben und die Menge des technischen Wissens sind jedoch groß. Daher bevorzugt NABHOLZ Bewerber mit Quali, M-Abschluss oder Mitllerer Reife. Nach drei Jahren Lehrzeit wird die Gesellenprüfung abgelegt.

Wer weitergehende Ambitionen hat, kann nach mindestens drei Gesellenjahren eine Meisterprüfung ablegen. Der Berufsschulunterricht wird als Blockunterricht in vier Ausbildungszentren in Deutschland erteilt. München hat mit der Berufsschule für Fahrzeug- und Luftfahrttechnik eine sehr renommierte Ausbildungseinrichtung. Mehrmalige Besuche einer überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung in externen Schulungszentren wie beispielsweise der Stahlgruber-Stiftung bringen die Auszubildenden während der Lehrzeit auf ein bundesweit einheitliches Niveau und vermitteln auch Kenntnisse, die der Ausbildungsbetrieb aufgrund seiner speziellen Ausrichtung eventuell nicht lehren kann.

 

Deutschlands bester Reifentechniker 2008 kommt von NABHOLZ

Die Nachwuchsarbeit der Heinrich Nabholz Autoreifen GmbH trägt schon im ersten Abschlussjahrgang des modernen Berufsbilds Mechaniker für Reifentechnik Früchte:
Stanley Don, geboren in Monrovia/Liberia, schloss seine Ausbildung zum Mechaniker für Reifentechnik so gut ab, dass er als Jahrgangsbester von der Handwerkskammer München und Oberbayern gekürt wurde. Auch im bayernweiten Vergleich gelang Stanley der erste Platz. Als Landessieger Bayern im Abschlussjahrgang 2008 wurde er dann am 21. Oktober vom Bundesverband Reifenhandel & Vulkanisierhandwerk BRV nach Hannover eingeladen, um dort sein Wissen und Können nochmals mit den anderen Landessiegern zu messen. Sichtlich aufgeregt begann Stanley die sehr anspruchsvollen praktischen Aufgaben unter den strengen Augen der Prüfungskommission. Am Ende des Tages aber war er mit 87 von 100 Punkten und viel Lob für seine saubere wie technisch perfekte Arbeit Deutschlands Bester. Damit untermauerte der seine konstant gute Arbeitsleistung während der dreijährigen Ausbildungszeit bei NABHOLZ. Zu den ersten Gratulanten gehörte Michael Immler, der Innungsobermeister (Bild). Als 1. Bundessieger des Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks 2008 stehen Stanley Don nun weitere Türen zur beruflichen und persönlichen Qualifikation offen. NABHOLZ ist stolz auf seine hochmotivierten Auszubildenden, die sich mit Engagement und Wissensdurst bestens empfehlen. Der Unternehmens-Slogan "Komm´ zu den Könnern!" ist damit gelernte und gelebte Verpflichtung.

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