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Wann und wie prüfe ich den Luftdruck?

Wann und wie prüfe ich den Luftdruck?

Einmal im Monat, vor jeder längeren Fahrt – und immer bei kaltem Reifen. Der letzte Punkt wird am häufigsten falsch gemacht.

Immer bei kaltem Reifen

Das ist die wichtigste Regel, und sie wird fast täglich an jeder Tankstelle gebrochen. Beim Fahren erwärmt sich die Luft im Reifen, dehnt sich aus und der Druck steigt – nach ein paar Kilometern Landstraße um 0,2 bis 0,3 bar, nach zügiger Autobahnfahrt auch mehr.

Wer dann misst und auf den Sollwert ablässt, fährt anschließend mit zu wenig Druck. „Kalt“ heißt: das Fahrzeug stand mindestens zwei Stunden, oder Sie sind höchstens zwei bis drei Kilometer gefahren. Wenn Sie nur an einem warmen Reifen messen können, rechnen Sie 0,3 bar auf den Sollwert auf und prüfen später noch einmal kalt nach.

Wie oft

  • Einmal im Monat als feste Gewohnheit. Ein intakter Reifen verliert über die Gummiwand etwa 0,1 bar pro Monat – ganz ohne Defekt.
  • Vor jeder längeren Fahrt, besonders vor dem Urlaub mit vollem Auto.
  • Beim Jahreszeitenwechsel. Zwischen einem warmen Septembertag und einem kalten Januarmorgen liegen leicht 0,3 bar.
  • Nach jedem Radwechsel, auch wenn wir den Druck beim Wechsel eingestellt haben.

Welcher Wert gilt

Die Vorgabe des Fahrzeugherstellers, nicht die des Reifenherstellers. Sie finden sie an einer dieser drei Stellen:

  • auf der Innenseite der Tankklappe
  • im Holm der Fahrertür, sichtbar bei geöffneter Tür
  • im Fahrzeughandbuch

Meist stehen dort zwei Werte: einer für normale Beladung, einer für voll besetztes Fahrzeug. Bei vier Personen und Gepäck gilt der höhere – das ist kein Vorschlag, sondern notwendig, weil mehr Gewicht auch mehr Druck braucht.

Das Ersatzrad nicht vergessen. Es liegt oft jahrelang unbeachtet im Kofferraum und hat dann im Ernstfall zu wenig Luft, um überhaupt zu tragen. Hier darf der Druck ruhig 0,5 bar über dem Sollwert liegen.

So geht es richtig

Ventilkappe ab, Prüfgerät gerade und fest aufsetzen – zischt es, sitzt es schief und der Wert stimmt nicht. Ablesen, bei Bedarf korrigieren, Ventilkappe wieder drauf. Die Kappe ist kein Schmuck: Sie hält Schmutz und Feuchtigkeit vom Ventil fern und ist bei vielen Ventilen die zweite Dichtung.

Alle vier Reifen prüfen, nicht nur den, der tiefer aussieht. Ein optisch unauffälliger Reifen kann ein halbes bar zu wenig haben – von außen sieht man das erst, wenn es deutlich mehr ist.

Luftdruck prüfen kostet bei uns in allen Filialen nichts, und wir schauen dabei gleich nach Profil und Schäden. Fahren Sie einfach vorbei.

Noch Fragen?

Kommen Sie vorbei oder rufen Sie an. Unsere Kollegen schauen sich den Reifen lieber einmal zu viel an als einmal zu wenig.

Wann muss ich den Luftdruck messen?

Die Lebensdauer und Sicherheit eines Reifens ist maßgeblich abhängig vom richtigen Luftdruck. Dieser Wert wird gemeinsam von Reifen- und Fahrzeugherstellern für jedes Fahrzeug individuell festgelegt. Zu hoher oder zu niedriger Luftdruck verhindert den optimalen Kontakt des Profils zur Fahrbahn. Die Folgen sind nicht nur übermäßiger oder ungleichmäßiger Profilabrieb. Sondern auch eine deutlich schlechtere Haftung, die vor allem bei höheren Kurvengeschwindigkeiten oder Nässe schnell gefährlich werden kann.

Unser Tip: Kontrollieren Sie den Luftdruck ca. alle vier Wochen. Vergessen Sie dabei nicht den Reservereifen, hier sollte der Druck um 0,5 bar höher sein, damit er im Falle eines Falles auch optimal einsetzbar ist! Wichtig: Luftdruck nur bei "kalten" (nicht warmgefahrenen) Reifen messen.