Warum ist der Luftdruck so wichtig?
Warum ist der Luftdruck so wichtig?
Kein anderer Wert am Auto wirkt sich so direkt auf Sicherheit, Verbrauch und Laufleistung aus – und keiner lässt sich so leicht prüfen.
Ein Reifen trägt nicht durch das Gummi, sondern durch die Luft darin. Die Karkasse ist nur die Hülle; was das Gewicht des Fahrzeugs hält, ist der Druck im Inneren. Deshalb ist der Luftdruck die eine Größe am Reifen, die Sie selbst kontrollieren können – und die gleichzeitig am meisten entscheidet.
Was zu wenig Druck anrichtet
Fällt der Druck, biegt sich die Seitenwand bei jeder Umdrehung stärker durch. Dieses Walken erzeugt Wärme, und Wärme ist der größte Feind des Reifens. Das Gummi löst sich innen von der Gewebelage, ohne dass man es von außen sieht. Irgendwann platzt der Reifen – meist bei hoher Geschwindigkeit, weil dort am meisten Wärme entsteht.
Bis dahin kostet zu wenig Druck jeden Tag etwas:
- Längerer Bremsweg. Schon 0,5 bar zu wenig verlängern den Bremsweg auf nasser Straße spürbar.
- Unsicheres Lenkverhalten. Der Reifen reagiert träger, bei Ausweichmanövern neigt das Fahrzeug eher zum Ausbrechen.
- Mehr Verbrauch. Der höhere Rollwiderstand schlägt mit mehreren Prozent zu Buche.
- Schnellerer Verschleiß. Der Reifen läuft an beiden Schultern ab, die Mitte bleibt stehen. Das kostet Tausende Kilometer Laufleistung.
Zu viel Druck ist auch keine Lösung
Wer vorsichtshalber mehr aufpumpt, macht es nicht besser. Der Reifen wölbt sich dann in der Mitte, die Aufstandsfläche schrumpft, der Grip sinkt. Das Profil läuft mittig ab, der Komfort leidet, und jeder Schlagloch-Treffer geht ungefedert ins Fahrwerk. Richtig ist der Wert, den der Fahrzeughersteller vorgibt – nicht mehr und nicht weniger.
Vier Reifen berühren die Straße auf insgesamt etwa der Fläche von vier Postkarten. Alles, was Ihr Auto an Kraft überträgt – beschleunigen, bremsen, lenken – läuft durch diese Fläche. Wie groß sie ist, bestimmt der Luftdruck.
Luft entweicht, auch ohne Loch
Ein intakter Reifen verliert über die Gummiwand pro Monat etwa 0,1 bar. Dazu kommt die Temperatur: Zwischen einem warmen Septembertag und einem kalten Januarmorgen liegen leicht 0,3 bar. Wer im Herbst zuletzt geprüft hat, fährt im Februar deutlich zu weich – ohne dass etwas kaputt wäre.
Deshalb gehört der Luftdruck einmal im Monat kontrolliert und vor jeder längeren Fahrt. Und zwar bei kaltem Reifen: ein warmgefahrener zeigt bis zu 0,3 bar zu viel an. Wer dann auf den Sollwert ablässt, fährt anschließend zu weich.
Und das Reifendruckkontrollsystem?
Seit November 2014 ist es in allen neu zugelassenen Pkw Pflicht, und es ist eine gute Sache – aber es ersetzt die Prüfung nicht. Ein indirektes System vergleicht die Drehzahlen der Räder und merkt nichts, wenn alle vier Reifen gleichmäßig Luft verlieren. Und auch ein direktes System warnt erst, wenn der Druck schon deutlich zu niedrig ist – nicht, wenn er langsam abgesunken ist.
Luftdruck prüfen kostet bei uns in allen Filialen nichts. Fahren Sie einfach vorbei, es dauert fünf Minuten.
Noch Fragen?
Kommen Sie vorbei oder rufen Sie an. Unsere Kollegen schauen sich den Reifen lieber einmal zu viel an als einmal zu wenig.
Warum ist der Luftdruck so wichtig?
Rund ein Drittel der Autofahrer sind mit zu niedrigem Luftdruck unterwegs. Das kann neben schweren Reifenschäden auch zu erhöhtem Kraftstoff-Verbrauch führen. In jedem Fall verschlechtert sich das Fahrverhalten und bei Ausweichmanövern neigt das Fahrzeug eher zum Ausbrechen.
Plötzlicher Luftverlust lässt das Fahrzeug instabil werden; besonders kritisch ist es, wenn die Hinterachse betroffen ist, da die Seitenführung plötzlich ausfällt.
Schleichender Luftverlust wird meist nicht oder erst sehr spät erkannt. Beeinträchtigung der Dauerfestigkeit und reduzierte Kilometerleistung sind Nachteile, die nicht nur im Geldbeutel zu spüren sind.
Unser Tip: Kontrollieren Sie den Luftdruck etwa alle 4 Wochen. Die entsprechenden Angaben finden Sie im Tankdeckel, im Türholm der Fahrertür oder im Fahrzeughandbuch. Vergessen Sie dabei nicht den Reservereifen, hier sollte der Druck um 0,5 bar höher sein, damit er im Falle eines Falles auch optimal einsetzbar ist!
Wichtig: Luftdruck nur bei "kalten" (nicht warmgefahrenen) Reifen messen. Im Falle von Unklarheiten einfach den Reifenspezialisten fragen.
